Nebel, Nässe, feuchte Nasen – unsere Wanderung mit Hund zur Oberen Regalm
Anfang Mai haben wir uns trotz trüber Wetterprognose aufgemacht zur Oberen Regalm. Ich, drei Hunde – und eine Menge gute Laune im Gepäck. Mit dabei: Max, unser gemütlicher Labrador mit dem Dauerappetit, Oscar, der quirlige Terrier mit dem eingebauten Turbo, und Djego, der stattliche Ridgeback, der immer so tut, als wäre er über allem – bis ein Murmeltier raschelt.

Leichte Wanderung mit Hund am Fuße des Wilden Kaisers
Schon am Parkplatz war klar: Das wird keine klassische „Sonnenschein-und-Panoramablick“-Tour. Der Nebel hing tief über dem Wald, schwer und irgendwie geheimnisvoll. Aber genau das hatte seinen Reiz. Die Welt war leiser als sonst, fast ein bisschen gedämpft. Die Hunde? Völlig unbeeindruckt. Max stapfte los wie ein Panzer, Oscar schnüffelte aufgeregt an jedem Grashalm, und Djego bewegte sich in stoischer Eleganz – wie ein König im Morgengrauen.
Der Aufstieg war moderat, aber durch die feuchte Witterung rutschig. Wir mussten ein paar Mal lachen, als einer von uns ins Schlingern geriet, während Oscar mit seinen kurzen Beinchen bergauf hüpfte, als gäbe es kein Morgen. Max suchte immer wieder den Weg zur Seite – wahrscheinlich in der Hoffnung, dort irgendwas Essbares zu finden. Und Djego? Der war ganz in seinem Element – majestätisch, wachsam, und irgendwie auch ein bisschen genervt von Oscars Hektik.
Als wir endlich bei der Oberen Regalm ankamen, war die Sicht gleich null. Keine Berge, kein Tal, kein Blick. Nur Nebel. Aber ehrlich gesagt – es war perfekt so. Die Hunde tobten durchs hohe Gras, Max fand irgendwas, das für ihn wie ein Schatz wirkte (wir wollten es lieber nicht genauer wissen), und wir setzten uns auf die Bank vor der Hütte und tranken heißen Tee aus der Thermoskanne. Der Moment war ruhig, fast magisch.
Die Rückkehr ging schneller. Djego übernahm wie immer die Führung, als wäre er der Chef des Rudels (Spoiler: Ist er auch). Als wir wieder beim Auto ankamen, waren alle nass, dreckig und müde – und es war einer dieser Tage, die man nicht plant, aber für immer behält.
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Manchmal braucht es keine Sonne, kein Gipfelfoto und keinen perfekten Ausblick. Manchmal reichen drei Hunde, dichter Nebel und das Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.