Frühling ist Zeckenzeit – Achtung, jetzt krabbelt’s wieder!
Kaum steigen die Temperaturen, erwacht nicht nur die Natur – auch die kleinen Plagegeister sind wieder aktiv: Zecken! Gerade für Hundebesitzer beginnt jetzt wieder die Zeit der ständigen Fellkontrollen, kleinen Schreckmomente und dem Griff zur Zeckenzange
Ob auf Wiesen, im Wald oder sogar im eigenen Garten – Zecken lauern überall und warten nur darauf, sich bei deinem Vierbeiner festzubeißen. Und so harmlos die winzigen Blutsauger auch aussehen mögen: Sie können ganz schön gefährlich werden.
Damit du und dein Hund entspannt durch die warme Jahreszeit kommt, zeige ich dir in diesem Beitrag, was du über Zecken wissen solltest, wie du deinen Hund schützt und was wirklich hilft, wenn sich doch mal eine Zecke festgesaugt hat.

Was sind Zecken eigentlich?
Zecken sind winzig klein, aber ganz schön fies. Sie gehören zu den Parasiten und ernähren sich vom Blut ihrer Wirte – also auch sehr gerne vom Hund. Besonders heimtückisch: Zecken beißen nicht, sie stechen mit einem speziellen Mundwerkzeug in die Haut und saugen sich dann fest.
Wo lauern Zecken?
Zecken leben bevorzugt dort, wo es feucht und schattig ist. Ihre Lieblingsplätze:
- hohes Gras
- Büsche
- Waldränder
- Gärten
- Parks
Schon ein kurzer Ausflug über eine Wiese oder ein Spaziergang im Grünen reicht, und schon kann sich eine Zecke an deinem Hund festklammern.
Wann sind Zecken aktiv?
Viele denken, Zecken gibt es nur im Sommer – falsch!
Sobald es draußen etwa 7 Grad oder wärmer wird, erwachen Zecken aus ihrer Winterpause. In Deutschland beginnt die Zeckensaison deshalb meistens schon im März und kann sich bis in den Oktober oder sogar November ziehen – je nach Wetterlage.
Faustregel: „Sobald du ohne Jacke rausgehst, sind Zecken aktiv.“
Besonders in den warmen Frühjahrs- und Sommermonaten fühlen sich Zecken richtig wohl und sind extrem aktiv.
Warum sind Zecken gefährlich für Hunde?

So klein sie auch sind – Zecken können für Hunde richtig gefährlich werden. Denn Zecken sind nicht einfach nur lästige Blutsauger. Viel schlimmer: Sie können beim Saugen Krankheitserreger übertragen.
Nicht jede Zecke ist automatisch gefährlich – aber es reicht eben eine infizierte Zecke, um deinem Hund gesundheitliche Probleme zu bereiten.
Diese Krankheiten können Zecken beim Hund übertragen:
Borreliose
Gefahr: Bakterielle Infektion
Symptome: Fieber, Lahmheit, Gelenkschmerzen
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Gefahr: Virusinfektion
Symptome: Fieber, Krampfanfälle, Lähmungen
Anaplasmose
Gefahr: Bakterien
Symptome: Schwäche, Appetitlosigkeit, Gelenkprobleme
Babesiose
Gefahr: Auch „Hundemalaria“ genannt
Symptome: Fieber, dunkler Urin, blasse Schleimhäute
Woran erkenne ich eine Zecken-Krankheit?
Meistens treten die Symptome nicht direkt nach dem Zeckenbiss auf, sondern erst Tage bis Wochen später. Viele Hunde zeigen dann:
- Fieber
- Abgeschlagenheit
- Lahmheit
- Appetitlosigkeit
- Schwellungen der Lymphknoten
- Gelenkschmerzen
- Auffälliges Verhalten
Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?
→ Immer dann, wenn dein Hund nach einem Zeckenbiss plötzlich:
Der Tierarzt kann mit speziellen Tests feststellen, ob dein Hund sich angesteckt hat und gezielt behandeln.